Fachbeiträge unseres Teams zu Osteopathie, Chiropraktik und ganzheitlicher Gesundheit – für Patienten und Interessierte.
Säuglinge & Kinder
KISS-Syndrom bei Säuglingen – Ursachen, Symptome und osteopathische Behandlung
Das KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetriestörung) äußert sich durch Schiefhals, Schädelasymmetrie, Trinkschwierigkeiten und Schlafstörungen beim Neugeborenen. Frühzeitige osteopathische Behandlung kann helfen...
Kiefer & HNO
CMD und Tinnitus – Wenn das Kiefergelenk das Ohr beeinflusst
CMD (Kiefergelenk- und Kiefermuskelerkrankung) kann Tinnitus, Ohrgeräusche und Gleichgewichtsstörungen verursachen. Der Zusammenhang ist medizinisch belegt und lässt sich osteopathisch gut behandeln...
Rücken & Wirbelsäule
Sitzender Lebensstil und Bandscheibenvorwölbung – was Sie wissen sollten
Viele Stunden täglich im Sitzen können das Muskelungleichgewicht im Rücken beeinträchtigen und Bandscheibenprobleme begünstigen. Was passiert genau – und wie helfen manuelle Therapien?
Ganzheitliche Medizin
Stress, hormonelle Dysbalance und Osteopathie
Chronischer Stress hinterlässt körperliche Spuren: Verspannungen, Schlafprobleme, hormonelle Ungleichgewichte. Die kranio-sakrale Osteopathie kann das vegetative Nervensystem gezielt regulieren...
Ernährung & Prävention
Vitamin D, Schilddrüse und der Bewegungsapparat
Vitamin D reguliert nicht nur den Kalziumhaushalt, sondern beeinflusst auch Immunsystem, Schilddrüsenfunktion und die Gesundheit des Muskel-Skelett-Systems. Was Mangel bedeutet und wie man ihn behebt...
Schmerz & Trauma
Steißbeinschmerzen – Ursachen und osteopathische Therapie
Ein Sturz auf das Steißbein oder eine schwierige Geburt kann zu Steißbeinschmerzen führen, die die umliegenden Bänder, Muskeln und die gesamte Körperhaltung beeinflussen. Was hilft wirklich?
KISS-Syndrom bei Säuglingen – Ursachen, Symptome und osteopathische Behandlung
Heilzentrum Beregov München
Das KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetriestörung) ist eine Störung des Muskel-Skelett-Systems, bei der es zu einer gestörten Entwicklung im Bereich der oberen Halswirbelsäule kommt. Diese Störung kann verschiedene klinische Symptome verursachen, die sich schon in den ersten Lebenswochen zeigen.
Typische Symptome
Einseitiges Drehen des Kopfes (Schiefhals / Tortikollis)
Schädelasymmetrie (Plagiozephalie)
Trinkschwierigkeiten und Stillprobleme
Unruhiges Schreien, Schlafstörungen
Bevorzugung einer Körperseite beim Liegen und Bewegen
Koliken und Verdauungsprobleme
Ursachen
Die Ursachen des KISS-Syndroms können vielfältig sein. Häufige Auslöser sind eine schwierige oder lang andauernde Geburt, der Einsatz von Saugglocke oder Geburtszange, eine Beckenendlage oder eine ungünstige Position des Kindes im Mutterleib vor der Geburt. Der menschliche Geburtsweg stellt durch die Beckenkonstruktion besondere Anforderungen an die obere Halswirbelsäule des Neugeborenen.
Osteopathische Behandlung
Die osteopathische Behandlung des KISS-Syndroms beginnt mit einer umfassenden Untersuchung des Säuglings: Muskeltonus, Reflexe, Beweglichkeit der Halswirbelsäule und die Symmetrie des Schädels werden beurteilt. Anschließend wird eine individuelle Behandlung geplant, bei der verschiedene sanfte Techniken eingesetzt werden:
Weichteiltechniken zur Entspannung der Muskulatur
Faszientechniken zur Lösung von Bindegewebsspannungen
Kranio-sakrale Therapie zur Regulierung des Nervensystems
Mobilisierungstechniken zur Verbesserung der Beweglichkeit
In der Regel sind zwei Behandlungen im Abstand von zwei bis sechs Wochen ausreichend. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um mögliche Entwicklungsstörungen zu vermeiden.
Bemerken Sie bei Ihrem Kind Anzeichen einer Schädelasymmetrie, eines Schiefhalses oder einseitigen Drehens?
CMD und Tinnitus – Wenn das Kiefergelenk das Ohr beeinflusst
Heilzentrum Beregov München
CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion, auch als TMD bekannt) ist eine Störung der Kiefergelenke und der zugehörigen Kaumuskulatur. Immer mehr Studien zeigen, dass CMD nicht nur lokale Schmerzen verursacht, sondern auch Auswirkungen auf das Hörsystem haben kann – einschließlich Tinnitus.
Zusammenhang zwischen CMD und Tinnitus
Das Kiefergelenk liegt anatomisch in direkter Nachbarschaft zum Mittelohr. Spannungen und Fehlstellungen in diesem Bereich können über Nerven- und Faszienverbindungen Einfluss auf das Gleichgewichts- und Hörsystem nehmen. Tinnitus, den Patienten als Pfeifen, Knistern oder Klingeln wahrnehmen, wird in vielen Fällen mit CMD in Verbindung gebracht.
Typische CMD-Symptome
Kiefergelenksschmerzen beim Kauen oder Gähnen
Zähneknirschen (Bruxismus), oft nachts
Kopfschmerzen und Schläfenschmerzen
Tinnitus (Ohrgeräusche)
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
Nackenschmerzen und Verspannungen
Osteopathische Behandlung der CMD
Die Osteopathie behandelt die CMD ganzheitlich: Nicht nur das Kiefergelenk selbst, sondern auch Schädelbasis, Halswirbelsäule, Haltung und Faszienspannungen werden in die Therapie einbezogen. Durch gezielte manuelle Techniken werden Spannungen gelöst, die Gelenkfunktion verbessert und der Druck auf benachbarte Nervenstrukturen reduziert. In Kombination mit Erkenntnissen aus der Zahnmedizin lassen sich oft bemerkenswerte Verbesserungen erzielen.
Leiden Sie unter Kiefergelenksbeschwerden, Zähneknirschen oder Tinnitus?
Sitzender Lebensstil und Bandscheibenvorwölbung – was Sie wissen sollten
Heilzentrum Beregov München
In der modernen Welt neigen viele von uns dazu, einen überwiegend sitzenden Lebensstil zu führen. Wir verbringen den größten Teil unseres Tages vor dem Computer, auf dem Sofa oder im Auto. Ein solcher Lebensstil kann das Muskelungleichgewicht im Körper fördern und Bandscheibenprobleme begünstigen.
Was ist eine Bandscheibenvorwölbung?
Die Bandscheiben sind die stoßdämpfenden Kissen zwischen den Wirbeln. Sie bestehen aus einer festen Hülle und einem gallertartigen Kern. Wenn die äußere Hülle Risse bekommt – oft durch Dauerbelastung, Fehlhaltung oder eine falsche Bewegung – kann der Kern nach außen weichen: dies nennt man Vorwölbung (Protrusion) oder, wenn der Kern austritt, Bandscheibenvorfall (Prolaps).
Wie entsteht das Problem?
Langes Sitzen mit gebeugter Wirbelsäule erhöht den Druck auf die Bandscheiben
Zu wenig Bewegung reduziert die Versorgung der Bandscheiben mit Nährstoffen
Muskelungleichgewichte verschieben die Belastung auf bestimmte Segmente
Plötzliche Belastungsspitzen (z.B. falsches Heben) können den Schaden auslösen
Manuelle Therapie als konservative Lösung
In den meisten Fällen lassen sich Bandscheibenvorwölbungen sehr gut konservativ behandeln. Unsere Therapie kombiniert:
Chiropraktische Behandlung zur Entlastung der betroffenen Segmente
Osteopathische Techniken zur Verbesserung der Körpermechanik
Faszientherapie zur Entspannung der umliegenden Strukturen
Beratung zu Ergonomie am Arbeitsplatz und Bewegungsmustern
Vor jeder Behandlung erfolgt bei uns eine ausführliche Untersuchung, zu der bei Bedarf auch die Analyse vorhandener Röntgen- oder MRT-Aufnahmen gehört.
Haben Sie Rückenschmerzen, Ischiasschmerzen oder Taubheitsgefühle in den Beinen?
Chronischer Stress hinterlässt im Körper deutliche Spuren: Muskelverspannungen, Schlafprobleme, hormonelle Ungleichgewichte und eine gestörte Funktion des vegetativen Nervensystems. Die Osteopathie bietet hier einen ganzheitlichen Ansatz, der den Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele behandelt.
Wie Stress den Körper verändert
Unter Dauerstress schüttet der Körper kontinuierlich Stresshormone wie Cortisol aus. Dies führt zu erhöhtem Muskeltonus, Verdauungsproblemen, Schlafstörungen und – bei chronischem Verlauf – zu hormonellen Dysbalancen. Das Diaphragma und andere Atemsysteme stehen unter Dauerspannung, was den gesamten Körper beeinträchtigt.
Kranio-sakrale Osteopathie bei Stress
Um eine tiefe Entspannung des gesamten Organismus zu erzielen, ist die Kranio-Sakrale Therapie hervorragend geeignet. Sie wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem: Spannungen in Muskulatur und Diaphragmen können sich lösen, eine Reorganisation im Körper kann stattfinden. Der Therapeut behandelt immer den Menschen als Ganzes und setzt die für die jeweiligen betroffenen Strukturen geeigneten osteopathischen Techniken ein.
Wichtig zu wissen
Osteopathie kann keinen dauerhaften Erfolg haben, wenn der chronische Stress als Ursache der Beschwerden bestehen bleibt. Ist es für den Patienten zunächst nicht möglich, die Stressursachen zu beheben, so ist eine regelmäßige osteopathische Begleitung sinnvoll – ergänzt durch Ernährungsberatung, geeignete Sportaktivitäten und ggf. Unterstützung bei der Optimierung des Schlafs und des Alltags.
Spüren Sie die körperlichen Auswirkungen von Stress? Wir helfen Ihnen ganzheitlich.
Vitamin D ist weit mehr als ein „Knochenvitamin". Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Kalzium- und Phosphathaushalts und beeinflusst Prozesse im Immunsystem, im Stoffwechsel und im muskuloskelettalen System. Ein Mangel – in Deutschland sehr verbreitet – hat weitreichende Konsequenzen.
Vitamin D und die Schilddrüse
Es ist bekannt, dass Vitamin-D-Mangel verschiedene Auswirkungen auf den Körper hat. Eine wichtige Verbindung besteht zur Schilddrüse: Die Schilddrüse produziert Hormone, die Stoffwechsel, Energiehaushalt und die Funktion des Muskel-Skelett-Systems regulieren. Vitamin-D-Rezeptoren finden sich auch in Schilddrüsenzellen. Ein Mangel kann Entzündungsprozesse begünstigen, die mit Schilddrüsenerkrankungen assoziiert sind.
Auswirkungen auf den Bewegungsapparat
Muskelschwäche und muskuläre Schmerzen
Erhöhtes Sturzrisiko (besonders bei älteren Patienten)
Verlangsamte Regeneration nach Verletzungen
Erhöhte Anfälligkeit für chronische Entzündungen
Unser Ansatz
Im Rahmen unserer ganzheitlichen Beratung gehen wir bei Bedarf auch auf Ernährung und Supplementierung ein. Die ergänzende Ernährungsberatung – einschließlich Empfehlungen zu Vitamin D und anderen relevanten Nährstoffen – ist Bestandteil unseres Therapiekonzepts, wenn dies klinisch sinnvoll erscheint.
Fragen zur ganzheitlichen Therapie und Ernährungsberatung? Sprechen Sie uns an.
Steißbeinschmerzen – Ursachen und osteopathische Therapie
Heilzentrum Beregov München
Das Steißbein (Os coccygis) ist das unterste Ende der Wirbelsäule und besteht aus mehreren miteinander verwachsenen Wirbeln. Schmerzen in diesem Bereich – medizinisch als Kokzygodynie bezeichnet – sind oft hartnäckig und schränken Betroffene im Alltag erheblich ein.
Häufige Ursachen
Sturz auf das Gesäß (akutes Trauma)
Langes Sitzen auf harten Flächen
Komplikationen bei der Geburt
Chronische Fehlbelastung durch Haltungsprobleme
Verspannungen der Beckenbodenmuskulatur und Bänder
Warum die Standardbehandlung oft nicht hilft
Ein akutes Steißbeintrauma führt zu Schmerzen und Entzündungen, die die umliegenden Bänder und Muskeln beeinflussen und eine Veränderung der Körperhaltung nach sich ziehen können. Diese Kompensationsmuster – die Hüfte schief stellen, anders sitzen – führen zu Folgebeschwerden an Hüfte, Lendenwirbelsäule und Becken. Eine lokale Behandlung allein greift daher oft zu kurz.
Osteopathischer Behandlungsansatz
In der Osteopathie wird das Steißbein als Teil eines Gesamtsystems betrachtet. Die Behandlung umfasst die Mobilisierung des Steißbeins, die Lösung von Bänder- und Faszienspannungen im Becken, die Normalisierung der Beckenbodenspannung sowie die Korrektur kompensatorischer Haltungsmuster an Hüfte und Lendenwirbelsäule. Bei frühzeitiger Behandlung lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen.
Leiden Sie unter Schmerzen im Steißbein- oder Beckenbereich?