Steißbein Verletzungen / Steißbein Frakturen

Anatomie

Das Steißbein ist ein Knochen, der die unterste Spitze der Wirbelsäule bildet und noch unterhalb des Kreuzbeins liegt. Es lässt sich am Gesäß ertasten. Das Steißbein besteht aus vier bis fünf Wirbelkörpern, die im Zuge der Entwicklungsgeschichte zu einem zusammenhängenden Knochen verwachsen sind. Es entspricht den Resten des Schwanzes. Am Steißbein setzen mehrere Muskeln sowie Bänder des Beckenbereichs an.

Verletzungen

Verletzungen des Steißbeins sind oft schmerzhaft und langwierig. In den meisten Fällen sind sie die Folge von Stürzen auf das Gesäß - zum Beispiel durch Sportunfälle (z.B. beim Skifahren, snowboarden, rodeln, eislaufen). Bei einem Sturz auf das Steißbein kann es darüber hinaus dazu kommen, dass die miteinander verwachsenen Wirbel geprellt, gestaucht oder gebrochen werden. Daher verursachen Prellungen oder Brüche insbesondere beim Sitzen, Treppensteigen oder auch beim Stuhlgang und Geschlechtsverkehr starke Schmerzen.

Ein weiterer Entstehungsmechanismus der Steißbeinprellung ist der Geburtsvorgang. Während sich der kindliche Kopf im Geburtskanal nach vorne bewegt wirken enorme Kräfte auf die umliegenden Strukturen ein. Das knöcherne Becken ist zwar recht flexibel und kann sich während des Geburtsvorganges weiten, dennoch kann das Steißbein diesen enormen Kräften oftmals nicht standhalten. Aus diesem Grund kann es während des Geburtsvorganges zur Entstehung einer Steißbeinprellung kommen. Des Weiteren können auch geringe Kräfte die jedoch über einen längeren Zeitraum auf den Knochen einwirken zu einer Steißbeinprellung führen. Ein klassisches Beispiel dafür ist das Fahrradfahren.

Es ist auch möglich, dass Verletzungen und Schädigungen in anderen Bereichen des Bewegungsapparates zu Schmerzen führen, die von Betroffenen am Steißbein wahrgenommen werden. Typische Beispiele sind ein Bandscheibenvorfall im unteren Bereich der Wirbelsäule (eigene Praxis Statistik).

Osteopathische Behandlung

Gute Therapieerfolge sind in vielen Fällen mit der osteopatischen ggf. chiropraktischen Behandlung in der Praxis möglich.

Im Bereich der Osteopathie können entspannende und mobilisierende Techniken aus dem Bereich der manuellen Therapie hilfreich sein, um überlastetes Gewebe oder gereizte Nerven zu entlasten. Ist ein Nerv eingeklemmt und wird dadurch blockiert, kann auch Akupunktur ein sinnvoller Ansatz sein, um die Blockade sanft und schnell zu lösen.

Steissbein Verletzungen Fraktur
Steissbein Verletzungen